BenutzerWarenorbE-mail sendenzu Belibten hinzufügen

SCHULCHRONIK 2004/1


Cena brez DDV: 1.845,23 SIT (7,70 EUR)
Stopnja DDV: 8,50%
Cena z DDV: 2.002,07 SIT (8,35 EUR)

ŠOLSKA KRONIKA - ZBORNIK ZA ZGODOVINO ŠOLSTVA IN VZGOJE
GLASILO SLOVENSKEGA ŠOLSKEGA MUZEJA, LJUBLJANA

 

SCHOOL CHRONICLE - MISCELLANY FOR THE HISTORY OF

 Editorial Board: Marjetka Balkovec Debevec, dr. Teodor Domej (Austria), dr. Darko Friš, Ksenija Guzej, Tatjana Hojan (Proofreading), dr. Zdenko Medveš, mag. Stane Okoliš ( Editor-in-Charge), Slavica Pavlič, dr. Mojca Peček Čuk, dr. Leopoldina Plut Pregelj (USA), Mateja Ribarič, mag. Branko Šuštar (Responsible person of the publisher), mag. Mladen Tancer, dr. Andrej Vovko.
 The articles have been reviewed by the Editorial Board. The authors are solely responsible for the content of their articles. No part of this publication may be reproduced without the publisher’s prior consent and a full mention of the source.


© Slovenski šolski muzej / Slovenian School Museum, Ljubljana

The editing of this issue was completed on 15 Marth 2004.

Translation: Veronika Pušnik (English),
Marinka Krenker ( German)
Language-editing: Murray Bales (English)

 UDC: Martin Grum

Editorial and administrative office: Slovenski šolski muzej, Plečnikov trg 1,
SI-1000 Ljubljana, Slovenija;
 Phone, Fax: ++386 01 25 13 024
e-mail: solski.muzej@guest.arnes.si
www.ssolski-muzej.si
Bank account: 01100-6030720893

Co-financed by:
The Ministry of Education, Science and Sport of the Republicof Slovenia
 Publisher: Slovenski šolski muzej / Slovenian School Museum
Cover design: Sloway

Design and computer typesetting: Uroš Čuden, Medit d.o.o.
Printed by: Littera picta d.o.o., Ljubljana, 2004
Number of copies: 800 izvodov

 


ŠOLSKA KRONIKA
ZBORNIK ZA ZGODOVINO ŠOLSTVA IN VZGOJE

Glasilo Slovenskega šolskega muzeja, Ljubljana

Leto 2004 - številka 1
Letnik 13 - XXXVII
School Chronicle The Miscellany for the History of Schooling and Education.
Bulletin of the Slovenian School Museum. Ljubljana. Slovenia.

INHALT

ARTIKEL UND DISKUSSIONEN

Matej Hriberšek: Klassische Sprachen im österreichischen Schulwesen in den Jahren1849 bis 1870

Stanislav Južnič: Das Unterrichten der Flüssigkeiten an der Ljubljanaer Hochschulen im 18. Jahrhundert

Tatjana Hojan: Ein Versuch der Erneuerung des Slowenischen Schulverlags
“Slovenska šolska matica”

Mirjana Čokl: Der 130. Jahrestag der Landwirtschaftlichen Mittelschule
in Maribor (1872-2002)

BEITRÄGE UND MATERIALIEN

Ivanka Zajc - Cizelj: Erziehungsanstalten als Schöpfer und Besitzer des Kulturerbes

Franček Lasbaher: Zur Geschichte der Grundschule Kotlje im Lichte ihrer
historischen Quellen


ERINNERUNG AN DIE SCHULE

Štefanija Rostohar, Nataša Polajnar Frelih: Die regionale Landwirtschaftliche Schule und Haushaltungsschule in Mala Loka (1930-1944)

Ciril Kavčič: An der Grundschule in Dobrovnik in den Jahren 1946 und 1947

JUBILÄEN

Schuljubiläen im Jahre 2005

 

IN MEMORIAM

Edvard Protner: Dr. Oskar Autor (1943-1989) ...135-138

AUS DER TÄTIGKEIT DES MUSEUMS

Branko Šuštar: Zur Arbeit des Schlowenischen Schulmuseums im Jahre 2003

Branko Šuštar: “Zeigt her, was ihr habt! Präsentieren von Schulgeschichte im Museum.”
10. Internationales Symposium für Scholmuseen und schulgeschichtliche Sammlungen in Bremen.

Branko Šuštar: Ein Museum im Museum: Das Schulmuseum Nürnberg im Museum der Industriekultur

Branko Šuštar: Besuch der Schulmuseen in Michelstetten (Österreich)
und Pressburg (Slowakei)

Marjetka Balkovec Debevec: Zur Ausstellung “Der Turmbau zu Babel” (Schloss Eggenberg, Graz, Österreich, 5. April - 5. Oktober 2003)

Slavica Pavlič: In Erinnerung Mihael Peternel

SPLITTER DER SCHULVERGANGENHEIT

 (Tatjana Hojan) ...183-185
Die Fünfundzwanzigjahrfeier der Matura 1900 in Ljubljana

 (Tatjana Hojan) ...185
Aus dem Postojnaer Schulbezirk

 (Tatjana Hojan) ...185
Schulmuseen im Jahre 1904

(Štefanija Rostohar) ...186
Der Schulbus in Krško im Schuljahr 1929/30


BERICHTE UND REZENSIONEN

Dr. Mira Cencič, Moč domoljubja - biografija o tigrovcu
Antonu Rutarju (Jurij Rosa) ...187-189
Peter Ribnikar (pripravil za objavo): Sejni zapisniki Narodne vlade Slovencev,
Hrvatov in Srbov in deželnih vlad za Slovenijo 1918-1921,
1. del (Branko Šuštar) ...190
Djordje Krstić: Mileva & Albert Einstein: ljubezen in skupno znanstveno
delo (Tatjana Hojan) ...191-192
Zbornik: 130 let Srednje kmetijske šole Maribor (Srečko Reher) ...192-194
Zbornik: Čas, ki živi (Slavica Pavlič) ...195-196
Dr. Fran Viljem Lipič, Topografija c. - kr. deželnega glavnega mesta
Ljubljane, prevod in spremne študije (Branko Šuštar) ...196-197
Franček Lasbaher, Vpogledi v koroško kulturno in šolsko
kroniko (Mladen Tancer) ...197-198
Aleksandra Žakelj, Jožef Klemenčič 1903-1963,
Življenje in delo (Slavica Pavlič) ...198-199

Anleitungen für Autoren...200


Matej Hriberšek


Zusammenfassung

Klassische Sprachen im österreichischen Schulwesen in den Jahren 1849 bis 1870

Matej Hriberšek

Die Reform von 1849 stellte den Unterricht von Altgriechisch und Latein auf völlig neue Grundlagen und hatte sowohl quantitative (weniger Latein und viel mehr Griechisch) als auch qualitative Veränderungen des Sprachunterrichts zur Folge. Mit einem Anteil von insgesamt 40% der Wochenstunden bildeten die beiden klassischen Sprachen die Grundlage der Stundenaufschlüsselung an den Gymnasien. In den ersten 15 Jahren nach der Reform opponierten die Reformgegner nicht gegen die ungleichmäßige Stundenverteilung zugunsten der beiden klassischen Sprachen, ihre Einwände bezogen sich vielmehr auf Griechisch, das im Hinblick auf die Lage im Vormärz an Bedeutung gewann. Besonders verdienstlich für die Förderung der Unterrichtsqualität waren die deutschen Pädagogen, die bei der Reform mitwirkten, insbesondere Hermann Bonitz und seine engsten Mitarbeiter. Der Unterricht wurde nach preußischem und bayerischem Modell umgestaltet, eingeführt wurden die deutsche Methodik und spezielle Didaktik des Unterrichts der klassischen Sprachen. Als Standardlehrmittel verwendete man deutsche Lehrbücher, die im Vergleich zu den österreichischen qualitativ auf einem unvergleichbar höheren Niveau waren. Nach dem Vorbild der Mittelschulen stellte man auch das Universitätsstudium der klassischen Philologie auf. Besonders hervorzuheben ist der Preuße Hermann Bonitz. Als engster Mitarbeiter von Franz Exner war er die Seele der Reformbewegung, der Begründer und Leiter des Seminars für klassische Philologie an der Wiener Universität und ihr erster Docent für Altgriechisch. Gerade auf Anregung von Bonitz begannen die Reformisten nach deutschem Vorbild mit der Herausgabe der Fachzeitschrift “Zeitschrift für österreichische Gymnasien”, die als wissenschaftlich-pädagogische Zeitschrift und Handbuch den Reformbestrebungen eine große Unterstützung leistete. Die ersten 15 Reformjahre brachten keine wesentlichen Veränderungen mit sich, auch die Reformgegner blieben trotz zahlreicher Anregungen erfolglos. Dennoch wurde die Diskrepanz zwischen den Geistes- und Realwissenschaften bzw. den beiden Mittelschultypen, dem damals noch vorherrschenden Gymnasium einerseits und der Realschule andererseits, immer deutlicher und führte zur Gestaltung des Realgymnasiums. Damit versuchte man, die beiden wichtigsten Mittelschultypen zu vereinigen, was trotz anfänglicher Begeisterung ohne Erfolg blieb und erst in den Reformmaßnahmen nach 1900 intensiver zum Ausdruck kam. Die Unterrichtsmethoden der klassischen Sprachen wurden zunächst selten kritisiert, in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts jedoch verschärfte sich die Kritik und erreichten ihren Höhepunkt im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts.


Stanislav Južnič


Zusammenfassung
Das Unterrichten der Flüssigkeiten an den Ljubljanaer Hochschulen im 18. Jahrhundert

Stanislav Južnič

Der vorliegende Beitrag behandelt das Unterrichten der Flüssigkeiten an den Ljubljanaer Hochschulen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, beeinflusst von Bosković. Ferner beinhaltet er die erste slowenische Zusammenfassung der Biographien von Ambschel und Gruber, zweier bedeutendster Ljubljanaer Physiker aus dem 18. Jahrhundert.
Die Anfänge der slowenischen Hochschulphysik reichen in das 18. Jahrhundert und die damaligen Professoren hielten Schritt mit der Entwicklung in anderen Zentren der Donaumonarchie. Die Werke von Ambschel und Gruber gehörten nämlich zur Spitze der damaligen Physik in der Monarchie.


Tatjana Hojan


Zusammenfassung
Ein Versuch der Erneuerung des Slowenischen Schulverlags “Slovenska šolska matica”

Tatjana Hojan


Der erste slowenische pädagogische Verein, der auch etliche Publikationen veröffentlichte, war der Pädagogische Verein in Krško. Gegründet im Jahre 1886 veröffentlichte er 20 Publikationen, darunter 7 Chroniken, genannt Pädagogischer Jahrgang. Eine Sammlung pädagogischer Bücher mit fünf Publikationen erschien in den Jahren 1893 bis 1896 auch beim Slowenischen Lehrerverein. Mit der Herausgebertätigkeit beschäftigten sich in den Vorkriegsjahren bis zu einem gewissen Maße auch die Gesellschaft von Slomšek, die Lehrerbewegung und die Vereinigung der jugoslawischen Lehrerschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete man im Jahre 1945 den Slowenischen Staatsverlag (DZS), der auch pädagogische Publikationen veröffentlichte, die im Bund der pädagogischen Arbeiter und im Pädagogischen Verein, der 1954 zum Bund der pädagogischen Vereine Sloweniens umbenannt wurde, vorbereitet wurden. In diesem Jahre fasste der Bund den Entschluss, die Arbeit des Slowenischen Schulverlags zu erneuern. Jedes Jahr sollten ein pädagogisches Sammelblatt und drei bis vier pädagogische Publikationen erscheinen. In dieser Sammlung, genannt Pädagogische Bibliothek, erschienen bis 1958 lediglich acht Publikationen. Der Mangel an finanziellen Mitteln, unregelmäßige Manuskriptabgaben und etliche andere Gründe legten die vorbereitete Arbeit lahm, die Herausgebertätigkeit übernahm erneut der Slowenische Staatsverlag.


Mirjana Čokl

Zusammenfassung
Der 130. Jahrestag der Landwirtschaftlichen Mittelschule in Maribor (1872-2002)

Mirjana Čokl

Die Landwirtschaftliche Mittelschule in Maribor ist mit 130 Jahre ununterbrochener Tätigkeit die älteste landwirtschaftliche Lehranstalt Sloweniens. Seit ihrer Gründung am 11. März 1972 spielte die Schule mit ihrer reichen Geschichte eine wichtige Rolle im slowenischen Erziehungs- und Unterrichtswesen und prägte das slowenische Volk auf besondere Weise.
Im Laufe der Jahre wechselte die Schule einige Male die Machthaber, Namen und Standorte unter dem Kalvarienberg.
Die Steiermärkische Landes-Obst- und Weinbauschule war seit der Gründung bis zum ersten Weltkrieg eine zweijährige Schule, die Unterrichtssprache und die Lehrer waren deutsch, die meisten der eingeschriebenen Schüler jedoch Slowenen. Die ersten Diplomanden der Schule haben mit ihrem fachlichen Wissen und guter Arbeit den Ruf der Schule weit über die Grenzen der Stadt getragen. Unter den Eingeschriebenen waren neben Slowenen bald nach der Gründung auch Deutsche, Kroaten, Serben, Bulgaren, Ungarn und Italiener.
Nach dem Zerfall von Österreich-Ungarn und der Gründung des Staates der Slowenen, Kroaten und Serben hat General Rudolf Maister mit slowenischen Soldaten Maribor und einen beträchtlichen Teil slowenischer Steiermark dem neuen Staat bewahrt, ab 1. Dezember 1918 dem Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen. Bis 1920 war die Schule der Slowenischen Nationalregierung unterstellt, danach dem Landwirtschaftsministerium in Belgrad.
Während der beiden Weltkriege war die Wein- und Obstbauschule in Maribor die vorbildlichste Landwirtschaftsschule des damaligen Jugoslawiens. Sie hatte eine reiche Tradition und erwarb sich große Verdienste für die Erneuerung und Entwicklung des Wein- und Obstbaus in Steiermark und die Ausbildung der ländlichen Bevölkerung. Generationen fachlich ausgebildeter Absolventen nahmen wichtige Posten ein, sowohl als fortschrittliche eigenständige Landwirte, als auch im öffentlichen Landwirtschaftsdienst. Die Aubildungs-programme waren zwei- und dreijährig, in den Jahren 1922 bis 1928 existierte neben der zweijährigen auch eine vierjährige Mittelschule.
Der zweite Weltkrieg und die Naziokkupation in den Jahren 1941 bis 1945 waren die dunkelsten Kapitel der Schule. Die Nazis benannten die Schule in Obst- und Weinbauschule Marburg an der Drau um. Bereits Ende April 1941 vertrieb man die meisten slowenischen Lehrer und Schüler und verbrannte nahezu alle Unterlagen. Auf dem durch Kriegswirren verwüsteten Gut war Vieh kaum vorhanden und die Pflanzungen waren vernachlässigt. Nach dem Bombenangriff der Alliierten am 17. Oktober 1944 war die Schule im Zerfall.
Nach der Befreiung haben die Lehrer, die Schüler und ihre Eltern, sowie viele Bewohner der Stadt mit freiwilliger Arbeit die Trümmer geräumt und die Gebäude wieder instandgesetzt. Im Oktober 1945 waren bereits die ersten Kurse im Gange, danach die einjährige Schule. Mit der Gründung der Landwirtschaftlichen Mittelschule im Herbst 1946 erlebte die Landwirtschafts-ausbildung einen neuen Aufschwung. Die Tradition einer vorzüglichen Schule verbreiteten die Absolventen in ganz Slowenien und über die Landesgrenzen.
Nach der Schulreformen und verschiedenen Organisationsformen erlebte die Schule in der Nachkriegszeit ihre Höhen und Tiefen, immer jedoch war sie an der Spitze des slowenischen, jugoslawischen und auch europäischen landwirtschaftlichen Schulwesens.


Ivanka Zajc - Cizelj


Zusammenfassung
Erziehungsanstalten als Schöpfer und Besitzer des Kulturerbes

Ivanka Zajc - Cizelj

Die Dokumentationsordnung für Grundschulen (Amtsblatt 1. RS, Nr. 29/96), die Dokumentationsordnung für neunjährige Grundschulen (Amtsblatt 1. RS, Nr. 64/99) und die Dokumentationsordnung für Kindergärten (Amtsblatt 1. RS, Nr. 41/97) berücksichtigten nicht die Fragen des Archivmaterials und bestimmten die Materialien, die die Institutionen auf die Dauer aufbewahren sollten, was jedoch keineswegs mit den Forderungen der Archivistik übereinstimmt. Die Erziehungsanstalten könnten daher, da ihnen ihre „eigenen“ Vorschriften vertrauter als die der Archivistik sind, Materialien entfernen, die für Kultur und Wissenschaft einen großen Wert haben. Die beiden Ordnungen über Veränderungen und Ergänzungen der Dokumentationsordnung für Grundschulen und neunjährige Grundschulen (Amtsblatt 1. RS, Nr. 27/02) behoben diesen Mangel. Nach angefügtem Paragraph sind die Schulen verpflichtet, Schuldokumente, die nach Anweisungen des zuständigen Archivs einen archivalischen Wert haben, auszusondern.

Franček Lasbaher


Zusammenfassung
Zur Geschichte der Grundschule Kotlje im Lichte ihrer historischen Quellen

Franček Lasbaher


Kaum welche von heutigen 46 kärntnerischen Grundschulen (davon 17 Zentralschulen mit 26 Zweigschulen und drei selbständigen Sonderschulen) verfügt über so lebhafte und interessante Geschichte wie gerade diese in dem berühmten Dorf Kotlje, obwohl sie mit dem eigentlich eher spätem Gründungsjahr 1850 nicht gerade zu den ältesten zählt. Sie ist in zwei ausgezeichneten Quellen aufgeschrieben worden: in der Schulchronik und in der Arhivsdokumentation des Slowenischen Bildungsmuseums. Von den Nebenquellen sollte ich das Entlassungsbuch erwähnen. Ziemlich sachgerecht wurde diese Schule im Ortslexikon Sloweniens IV behandelt (DZS 1980, Maks Dolinšek: ...provisorische Schule seit 1850...) und leider gar nicht so in der Enzyklopädie Sloweniens, Band V (MK 1991, Milan Natek: ...im Ort besteht eine Zweigschule...). Übrigens werden hier dem Enzyklopädieartikel Kotlje abschätzig nur 11 Zeilchen zugeteilt.
Den überwiegenden Teil ihrer Geschichte für die beiden oben erwähnten Quellen hat der Schulleiter in den Jahren von 1919 bis 1932 und Leiter der landeswirtschaftlichen weiterführenden Schule in Kotlje wie auch allseitiger Kulturschöpfer Adolf Sokol verfasst. Bis seiner Übernahme der Schulleitung stand die Schule unter dem starken Vorherrschen der deutschen Unterrichtssprache - trotzdem ständiger mindestens 90 % slowenischen Mehrheit unter den Schülern. Diese Umstände wurden am empfindlichsten von dem Schriftsteller Prežihov Voranc, zweifellos dem berühmtesten Schüler unserer Schule, in einigen seinen Kurzgeschichten beschrieben. Einige Zeit war sein Lehrer auch Franc Aichholzer, der zu den besten slowenischen Lehrern des 20. Jahrhundert in Kärnten zählt. Auch nach Sokol hat diese Schule noch andere ausgezeichnete Direktoren und Chronisten gehabt, wie z. B. Emil Ozmec (vor und nach dem II. Weltkrieg), Maks Šavc und Jelka Britovšek.
Diese Schule wie auch das ganze kärntnerische Schulwesen zwischen den beiden Weltkrie­gen wurde besonders stark von dem Bezirksschulinspektor Peter Močnik geprägt. Er war ein eifriger Unterstützer der europäischen Arbeitsschule, was sogar in der Niederschrift seiner Schulaufsichtskonferenz im März 1926 zu merken ist, wo sich ein kurzes Kapitel über diesem pädagogischen Neuigkeit befindet. Eine weitere starke Stütze der Geschichtsschreibung von einzelnen Schulen, sie wird ebenso im Slowenischen Schulmuseum beibehalten, ist der statistische Bericht mit vielen vielsagenden Angaben von dem letzten jugoslawischen Vorkriegsschuljahr 1940/41.
Der Ort Kotlje war schon immer eine starke Siedlung mit ständigem Einwohnerzuwachs und dementsprechender steigenden Schülerzahl. Doch war die Schulentwicklung verhältnismässig zu langsam vor allem in ihrer Zeit der habsburgischen Monarchie. Zweiklassig wurde die Schule erst im Jahre 1907, als die Schülerzahl schon die dreiklassige verlangte, was die Schule schliesslich kaum im Jahre 1929 wurde. Nach 1958 wirkte sie nur für eine kurze Zeit als volständige achtjährige Grundschule; schon drei Jahre danach wurde sie mehr oder weniger aus politischen Gründen zwanghaft eine Zweigschule der grossen Grundschule in Ravne na Koroškem.
Der Schlussteil behandelt die Zeit des nationalen Befreiungskampfs und ermöglicht ihren Überblick bis zum Beginn der neunjährigen Pflichtschule, also zum Anfang des 21. Jahrhunderts.


Štefanija Rostohar, Nataša Polajnar Frelih


Zusammenfassung
Die regionale Landwirtschaftliche Schule und Haushaltungsschule in Mala Loka 1930-1944

Štefanija Rostohar, Nataša Polajnar Frelih


Der vorliegende Beitrag veröffentlicht Erinnerungen einer Schülerin der Landwirtschaftlichen Schule und Haushaltungsschule in Mala Loka bei Trebnje. Zusammen mit dem Internat war die Schule im Schloss Mala Loka untergebracht und verfügte über ein umfangreiches Gut. Geleitet von den Ordensschwestern des Hl. Frančišek Christus König, den sogenannten Mariborer Schulschwestern, wirkte sie von 1929 bis Ende des Zweiten Weltkriegs. Das äußerst präzise Gedächtnis der ehemaligen Schülerin, die die Schule im Schuljahr 1942/43 besuchte und das erhaltene Archivmaterial ermöglichen einen guten Einblick in die Wirkung dieser Anstalt, an der sich die Bauernmädchen praktische und theoretische Kenntnisse erwarben. Die Haushaltungs- und allgemeinen Fächer wurden von den dafür befähigten Schulschwestern unterrichtet, die Fachlehrer der landwirtschaftlichen Schule aus Grm bei Novo Mesto unterrichteten die landwirtschaftlichen Fächer. Nach fachgemäß ausgearbeitetem Lehrplan gab es Koch-, Näh-, Haushaltungs- und Wirtschaftsunterricht und dementsprechend vier Gruppen mit je zehn Schülerinnen, die die Gruppen wöchentlich wechselten. Auf diese Weise wurden die Schülerinnen während des Schuljahres mit sämtlichen Fertigkeiten, die an der Schule unterrichtet wurden, vertraut: Religion, Erziehungslehre, Slowenisch, Rechnen, Chemie, Haushaltung, Lebensmittelkunde, Gesundheitslehre, Milchwirtschaft, Viehzucht, Verpflegung gesunder und kranker Tiere, Landwirtschaft, Gartenbau, Obstbau, Bienenzucht, landwirtschaftliche Buchhaltung, Kochen, Wirtschaft und Gartenbau, Nähen und Zuschneiden.


Slavica Pavlič

Zusammenfassung
Schuljubiläen im Jahre 2005

Slavica Pavlič

Auf Grund der Dokumentationssammlung der slowenischen Schulen, die vom Slowenischen Schulmuseum aufbewahrt und vervollständigt wird, wählte die Autorin diejenigen Schulen aus, deren bedeutendste Ereignisse (erste Lehrer, Unterrichtsbeginn, Bau des Schulgebäudes) mit dem Jahr 2005 zusammenhängen.

 
Anmeldung an aktuelles
Suche
Slowenische Schulmuseum
Plečnikov trg 1, 1000, Slowenie,
E-mail: solski.muzej@guest.arnes.si,
Telefon: +386 01/251-30-24 (Verwaltung),
+386 01/251-31-27 (Kustos),
+386 01/251-31-63 (Bibliothek)
Production: Spletne rešitve Sloway