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SCHULCHRONIK 2003/1


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SCHOOL CHRONICLE - MISCELLANY FOR THE HISTORY OF SCHOOLING AND EDUCATION - BULLETIN OF THE SLOVENIAN SCHOOL MUSEUM, LJUBLJANA

 Editorial Board: Marjetka Balkovec Debevec (Editor-in-Charge), dr. Teodor Domej (Austria), dr. Darko Friš, Ksenija Guzej (Tehnical Editor), Tatjana Hojan (Proofreading), dr. Zdenko Medveš, mag. Stane Okoliš, Slavica Pavlič, dr. Mojca Peček Čuk, dr. Leopoldina Plut Pregelj (USA), Mateja Ribarič, mag. Branko Šuštar (Responsible person of the publisher), mag. Mladen Tancer, dr. Andrej Vovko.

The articles have been reviewed by the Editorial Board. The authors are solely responsible for the content of their articles. No part of this publication may be reproduced without the publisher’s prior consent and a full mention of the source.

 

© Slovenski šolski muzej / Slovenian School Museum, Ljubljana

The editing of this issue was completed on 15 June 2003.

Translation: Veronika Pušnik (English),

Marinka Krenker (German)

Language-editing: Murray Bales (English)

UDC: Martin Grum

Editorial and administrative office: Slovenski šolski muzej, Plečnikov trg 1, SI-1000 Ljubljana, Slovenija;

Phone, Fax: ++386 01 25 13 024

e-mail: solski.muzej@guest.arnes.si

www.ssolski-muzej.si

Bank account: 01100-6030720893

Co-financed by: The Ministry of Education, Science and Sport of the Republic of Slovenia

Publisher: Slovenian School Museum

Cover design: Sloway

Design and computer typesetting: Uroš Čuden, Medit d.o.o.

Printed by: Littera picta d.o.o., Ljubljana, 2003

Number of copies: 800


 

ŠOLSKA KRONIKA
ZBORNIK ZA ZGODOVINO ŠOLSTVA IN VZGOJE

Glasilo Slovenskega šolskega muzeja, Ljubljana

Leto 2003 - številka 1
Letnik 12 - XXXVI
Schulchronik
Sammelband für Schul - und Erziehungsgeschichte. Organ des Slowenischen Schulmuseums. Ljubljana. Slowenien.

Edvard Protner*

Zusammenfassung
“Die Pädagogik” Dr. Ivan Ahčins - ein bisher unbekanntes Werk der slowenischen Nachkriegspädagogik

Edvard Protner

Im Herbst 2001 wurde an der Verkaufsstelle des Slowenischen Bibliophilvereins in Ljubljana durch Zufall ein Manuskript von Dr. Ivan Ahčin vorgefunden, hart gebunden, versehen mir der Überschrift “Pädagogik” und den Jahreszahlen 1945-1947. Es handelte sich um Studienmaterialien für Theologiestudenten, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Italien emigrierten, um dort ihr Studium fortzusetzen. Als pädagogischer Autor war Ahčin bisher eher unbekannt, vielmehr kannte man ihn als einen der führenden Akteure slowenischer politischer Bewegung. Der erste Beitragsteil präsentiert seine Biographie zusammen mit den Auseinandersetzungen innerhalb des Lagers katholischer Intelektueller in den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen. Er war Soziologieprofessor an der Theologischen Fakultät in Ljubljana, die Öfffentlichkeit jedoch kennt ihn als den (katholisch orientierten) Redakteur der Tageszeitung “Slovenec”.
Ahčin ist ein Angehöriger des “kämpferischen Katholizismus”, das konsequent die Prinzipien der “katholischen Aktion”, verkündet im päpstlichen Rundschreiben Quadragesimo anno aus dem Jahre 1931, befolgte. Den Bemühungen der Katholischen Aktion schloss er sich intensiv auch als Autor prokommunistischer Tekste an. Das zweite bedeutende Lager katholischer Intelektueller ging aus einem Kreis hervor, der die kirchliche Autorität ablehnte und auf dem ideenpolitischen Gebiet dem christlichen Sozialismus nahestand. Zu diesem Kreis zählt auch Dr. Stanko Gogala, einer der führenden slowenischen Pädagogen aus den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen und der Nachkriegszeit. Es ist interessant, dass Ahčin und Gogala (trotz ideologischer Meinungsverschiedenheiten) in den Jahren von 1930 bis 1941 bzw. 1942 Redakteure der derzeit führenden katholischen geisteswissenschaftlichen Zeitschrift “Čas” waren. Gogala blieb Redakteur auch nachdem der führende katholische Ideologe und Begründer dieser Zeitschrift, Dr. Aleš Ušeničnik, Gogalas Artikel in “Čas” (geschrieben 1935) stark kritisiert hatte, was auf eine gewisse Toleranz Ahčins als Mitherausgeber hinweist. Die Schwere ihrer ideologischer Meinungsverschiedenheiten, die zugleich auch Meinungsverschiedenheiten innerhalb des katholischen Lagers waren, illustriert die Tatsache, dass Ahčin, dessen Einstellungen mit der neuen (kommunistischen) Macht nicht vereinbar waren, die Emigration wählte (er starb in Argentinien 1960), Gogala aber (obwohl ideologisch verdächtig) auch im neuen politischen System die Karriere des Universitätsprofessors für Pädagogik fortsetzte.
Aufgrund dieser weltanschaulichen und ideologischen Einordnung Ahčins in den geistigen Raum Sloweniens der Zwischenkriegszeit ist es möglich, seine Ansichten und Bewertungen der Rolle, die die Kirche einnahm, die Ideen, die mit der Kirche nicht vereinbar waren und den Einfluss der Politik auf die Entwicklung der Schule und der Erziehung in der Zwischen- und Nachkriegszeit besser zu verstehen. Durch diese Ideen, die in seiner Pädagogik vorgefunden werden, betont er, dass der Erziehungszweck nur auf christliche Philosophie und theologische Auffassung der Gnade Gottes zurückzuführen ist. In nahezu allen anderen Gedankensystemen erkannte er die Ideen, die zum Kommunismus führen. Aus seinem Werk geht eine tiefe Enttäuschung über die politische Situation in der Heimat hervor. Die Gründe dafür sucht er in der mangelhaften konfessionellen Glaubenserziehung der Vorkriegszeit. Die Kirche hatte einen zu kleinen Einfluss auf die Erziehung, was auf die Uneinheitlichkeit innerhalb des kirchlichen Lagers zurückzuführen ist. Das grundlegende Hinderniss der Wirksamkeit christlicher Erziehung sah er darin, dass die Kirche über ungenügende innere und äußere Freiheit verfügte. Trotzdem aber legte die christliche Erziehung in den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen in das slowenische Volk “den Samen der zukünftigen Erneuerung und Auferstehung, sobald ein freies Leben wieder ermöglicht wird”. Dieser Gedanke eröffnet zahlreiche Fragen zur Aktualität der Ansichten Ahčins in der gegenwärtigen slowenischen pädagogischen Doktrin.


Ernesta Drole*


Zusammenfassung
Das Erbe italienischer Schulgebäude zwischen den beiden Weltkriegen im Norden von Primorsko

Ernesta Drole

Während des ersten Weltkriegs bewarben sich die beiden Großmächte um Primorsko, das nach Kiegsende an Italien angeschlossen wurde. Durch Kämpfe an der Isonzofront wurden zahlreiche Siedlungen zerstört. Bei der Rückkehr fanden die Flüchtlinge einen neuen Staat vor, ihre Heime jedoch waren zerstört, abgerissen und vernachlässigt. Auch die öffentlichen Gebäude befanden sich in einem äußerst schlechten Zustand. Zahlreiche Schulen waren abgerissen und dermaßen beschädigt, dass sie ganz und gar ungeeignet für den Unterricht waren. Da es auch an an Privaträumen mangelte, hatten die Lehrer große Probleme mit der Unterrichtsorganisation. Der Wunsch sowohl der Lehrer als auch der Bevölkerung war es, möglichst bald mit dem Unterricht zu beginnen, der Mangel an Schulkentnissen der Kriegsgeneration war nämlich erheblich. Selbstverständlich aber bemühten sich auch die Behörden, das Schulnetz wiederherzustellen. Die Schule jedoch erwies sich dabei als eines der Assimilierungsinstrumente der italienischnen Behörden. Durch die Schulreform von Gentile wurde Slowenisch als Unterrichtssprache abgeschafft.
Die Organisation der Schule fordert auch geeignete Schulräume. Bald nach Kriegsende begann man die beeits bestehenden österreichisch-ungarischen Schulen auf dem Gebiet der Isonzofront zu renovieren. Die Geldmittel für die Eneuerungen wurden vom Kriegsschadenfonds gesichert. Völlig zerstörte Schulen mussten neu aufgebaut werden. So wurde 1922 in Bovec ein neues Schulgebäude im ehemaligen Schulgarten gebaut, in Kostanjevica na Krasu beendete man den Bau des neuen modernen Schulgebäudes im Jahre 1929.
In den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg wurden auf dem Gebiet von Primorsko zahlreiche neue Schulgebäude errichtet, bei denen bestimmte Richtwerte für den Schulbau berücksichtigt werden mussten. Die Schulräume sollten unter anderem geräumig sein, Sicherheit, gute Lichtverhältnisse und einen geeigneten Raum für die Sporthalle gewährleisten.
Die Schulgebäude, die aus diesen Jahren erhalten blieben, müssen geschützt und bewahrt werden. Für diejenigen italienischen Schulgebäude, die die ehemalige Form beibehielten, bereitete das Institut für das Kulturschutzerebe Slowenies - Verwaltungseinheit Nova Gorica den Vorschlag für die Eintragung in das Sammelregister des Kulturerbes vor, sie werden als Kulturerbe bewahrt.


Božo Otorepec*

Zusammenfassung
Der Kamniker Schulmeister Ulrik (1296-1312)

Božo Otorepec

Der vorliegende Beitrag behandelt das Leben des Priesters und Lehrers Ulrik, der zunächst als Pfarrer in Gorje wirkte. Darauf war er Pfarrer in Kamnik und Archidiakon in Krain und der Mark. Laut Quellenangaben war Ulrik “schuelmaister”, “scolasticus Stainesis” und “magistro”. Weil er seinem Dienste stets treu blieb (“litteraum scientiam”), wurde ihm 1311 eine Pfarre in Kamnik zugeteilt. Sein einziges Siegel, das auf einer Urkunde aus dem Jahre 1297 erhalten wurde, stellt einen Aussteller dar, der mit einer Spitzenkappe auf einer Art von Bank sitzt und ein offenes Buch in der Hand hält. Dieses Bildnis des Lehrers mit einem Buch in der Hand ist eines der ältesten derartigen Darstellugen in Slowenien.

Veronika Bartolj*

Zusammenfassung
Verstaubte Methodik des Physikunterrichts von Franc Hauptman

Veronika Bartolj

Die uns umgebende Natur können wir durch unsere Sinnesorgane wahrnehmen.Sie teilen uns alles mit, was um uns passiert. Sie vermitteln nicht nur die Größe, Lage und Form ..., sondern verweisen auch auf Körperveränderungen. Diese Veränderungen beziehen sich auf den Zustand verschiedener Körper und auf ihr gegenseitiges Verhältnis oder auf die Materie, aus der sie bestehen. Jede derartige Veränderung nennt man Naturerscheinung. Mit diesen Erscheinungen beschäftigt sich die Naturwissenschaft (mit den ersteren Physik, mit den letzteren Chemie).
Auf Grund wissenschaftlicher Erforschung dieser Erscheinungen werden nach methodischen Gesichtspunkten vier Hauptpunkte hervorgehoben: Beobachtung der Naturerscheinung, Ableitung des Gesetzes, Begründung oder Erforschung des Grundes (der Kraft) und Durchführung und Anwendung. Nach diesen Stufen verläuft auch der naturwissenschaftliche Unterricht.
Eine bedeutende Rolle im Unterrichtsprozess spielt auch die Auswahl der Lehrinhalte. Der Autor empfiehlt, man sollte sich dabei nach folgenden Gesichtspunkten richten: In der Grundstufe werden nur grundlegende naturwissenschaftliche Wahrheiten vermittelt, die Stoffwahl sollte sämtliche naturwissenschaftliche Gebiete berücksichtigen. Der Schulstoff, angeordnet und erweitert in konzentrischen Kreisen, muss stets mit Hinsicht auf Verwendbarkeit gewählt werden, mathematische Forschung auf der Grundstfe wird abgeraten. Beim Lerninhalt empfiehlt er Verzicht auf Verwendeung von Spielzeug und dekorativen Gegenständen. Ferner sollte man Fragen, die zu komplizierte Eksperimente und Lehrmittel voraussetzen, meiden.
Die Auswahl der Unterrichtsformen ist ebenfalls bedeutend, wobei man zwei Bedingungen berücksichtigen sollte: “Der Unterricht ist Bildung” und “Der Unterricht ist allgemein (gleichzeitig für alle Schüler der Klasse)”. Man sollte sich Folgendes überlegen: Auf welche Art und Weise soll der Lehrer mit den Schülern kommunizieren? Wie soll er mit entsprechenden Lehrmitteln umgehen? Wie soll er die Unterrichtssprache verwenden?
Dies ist eine kurze Einsicht in die Methodische Erörterung. Zum Schluss betrachten wir das Werk aus der heutigen Perspektive :
Ein Jahrhundert später ist der Gedanke, der Unterricht soll allgemein gestaltet sein, in eine Forderung nach Niveauunterricht überwachsen. Die Relevanz der Individualisierung und Differenzierung führte dazu, dass an einigen Schulen mehrere Abteilungen der gleichen Klasse in Niveauklassen, die den Fähigkeiten und Bedürfnissen einzelner Schüler angepasst sind, integriert wurden.
Im Werk lassen sich Grundlagen aller Unterrichtsstile spüren, die sich im 20. Jahrhundert allmählig zu entwickeln begannen. Der Autor führt an:” Der Unterricht ist das größte und edelste Kunstwerk. Ihm übergeben ist als Material der Schüler, der vom Lehrer geformt wird.” Die heute sehr verbreitete konstrukrivistische Unterrichtsmethode steht im Gegenteil dazu. Ihre Befürworter sind der Meinung, jeder sollte sich die Kentnisse und das Verständnis selbst aneignen. Dies bedeutet nicht, das Wissen soll nur auf eigenen Erfahrungen beruhen. Es ist auch notwendig, Erfahrungen und Verallgemeinerungen anderer zu berücksichtigen. In methodologischer Hinsicht verläuft der Unterricht im Sinne des Konstruktivismus auf zwei Stufen: Einsicht in Denkmodelle und Lerneingriff.

Tatjana Hojan*

Zusammenfassung
Josip Marn und “Učiteljski tovariš” (“Lehrerkamerad”)

Tatjana Hojan

Josip Marn veröffentlichte seine Beiträge in “Učiteljski tovariš” (“Lehrerkamerad”) von 1863 bis zu seinem Tode im Jahre 1893. Er war einer der bedeutendsten Mitarbeiter dieser Zeitschrift und seine Zusammenarbeit mit den drei Redakteuren in diesen Jahren war sehr gut. Von größter Bedeutung jedoch war seine Abhandlung, die in zahlreichen Folgen unter dem Namen “Jezičnik” (“Zungenlaut”) veröffentlicht wurde und neben sprachwissenschaftlichen Angelegenheiten auch auf die Arbeit unserer Dichter und Schriftsteller einging.

Slavica Pavlič*

Zusammenfassung
Schuljubiläen im Jahre 2004

Slavica Pavlič

Mit kurzen Hinweisen auf Schuljubiläen setzt unsere Zeitschrift die Darstellungen hoher Schuljubiläen gesammelt nach Angaben in “Schulmappen” in der Dokumentationssammlung des slowenischen Schulmseums fort. Die Schulen werden dadurch angeregt, Jubiläen zu feiern und ihre Vergangenheit zu untersuchen.


 

Franc Kuzmič*

Zusammenfassung
Die Bibliographie des Prekmurjer Schulwesens

Franc Kuzmič

Wegen spezifischer Eigenschaften des Prekmurjer Schulwesens herrscht in den letzten Jahren in Slowenien eine starke Nachfrage für die Erforschung dieser Problematik. Mehrere hundert Jahre lang nämlich stand dieses Gebiet unter ungarischer Verwaltung und Gesetzesgebung. Die Folge davon waren beträchtliche Unterschiede zu anderen Gebieten Sloweniens.

 
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